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Ehrenamt

Mehr als 100 Samariter sorgen für Sicherheit beim Stadtfest

Ohne den freiwilligen Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer wäre ein sicheres und unbeschwertes Stadtfest in Barsinghausen kaum denkbar. Auch in diesem Jahr stellte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit mehr als 100 Ehrenamtlichen den Sanitätsdienst während der dreitägigen Freiluftveranstaltung sicher.

Unterstützt wurde das Team dabei unter anderem von Nachwuchskräften aus der Samariter-Jugend und dem Schulsanitätsdienst sowie von einer Gruppe des ASB Südheide.

Als zentrale Anlaufstelle diente wie gewohnt die Glück-Auf-Halle. Zusätzlich unterhielt der ASB eine Sanitäts-Außenstelle am Volkers Hof. Von dort sowie bei regelmäßigen Patrouillengängen waren die gut sichtbaren und jederzeit ansprechbaren Sanitätsteams im gesamten Veranstaltungsbereich unterwegs. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der mehreren Zehntausend Besucherinnen und Besucher.

Ruhiges Wochenende mit 70 Versorgungen

Insgesamt 70 Versorgungen verzeichnete der Sanitätsdienst an den drei Stadtfest-Tagen. Einsatzleiter Daniel Walther, der die Einsatzleitung gemeinsam mit Hendrik Schünhof und Dirk Meinberg übernahm, sprach von einem vergleichsweise ruhigen Wochenende.

Zu den 70 Einsätzen gehörten unter anderem fünf Transporte in Krankenhäuser. Darüber hinaus versorgten die Samariter acht chirurgische Fälle und acht Menschen mit Alkoholvergiftungen. 33 weitere Einsätze entfielen auf sogenannte Bagatellen beziehungsweise sonstige Versorgungen.

Damit fiel die Bilanz sogar noch günstiger aus als in den vergangenen Jahren. „Es war für uns ein ruhiges, harmonisches Fest ohne besondere Vorkommnisse. Wir hatten weniger Versorgungen und Transporte als in den vorangegangenen Jahren“, zog ASB-Vorstandsmitglied Dirk Meinberg rückblickend Bilanz.

Hilfe auch bei psychischen Notlagen

Zum Sanitätsdienst gehört längst nicht mehr nur die Versorgung körperlicher Beschwerden und Verletzungen. Immer häufiger werden die Samariter auch bei psychischen Notfällen gefordert. Deshalb waren beim Stadtfest ebenfalls Kriseninterventionshelferinnen und -helfer der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des ASB-Regionalverbandes im Einsatz.

Zu ihnen gehörte ASB-Vorstandsmitglied Julia Maage-Mehlau, die in ihrer lila Einsatzweste auf dem Stadtfest unterwegs war. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass der Bedarf an psychologischer Betreuung bei Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat.

Dabei richtet sich das Angebot nicht ausschließlich an Besucherinnen und Besucher. Auch Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten können nach besonders belastenden Situationen Unterstützung benötigen.

„Dann sind wir die ersten Ansprechpartner. Unser Job ist es dann oftmals, für die Betroffenen einfach da zu sein, sich Zeit zu nehmen und zuzuhören“, erklärt Maage-Mehlau. Gerade nach schweren Unfällen oder heftigen Konflikten könne es helfen, die eigenen Erlebnisse im Gespräch mit einer vertrauten Person zu verarbeiten. „In solchen Situationen ist es unser Job, ihnen die Last von der Seele zu nehmen.“

Aus eigener Erfahrung kenne sie die Belastungen, denen Einsatzkräfte ausgesetzt sein können. Diese seien nicht nur körperlicher Natur, sondern könnten auch psychisch lange nachwirken. Umso wichtiger sei es, die Möglichkeit zu haben, sich jemandem gegenüber zu öffnen und über das Erlebte zu sprechen.

Frische Mahlzeiten für mehr als 100 Einsatzkräfte jeden Tag

Für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sorgte nicht zuletzt das Küchenteam des ASB. Im Küchenwagen neben der Glück-Auf-Halle bereitete das Samariter-Einsatz-Catering während des gesamten Stadtfestes frische Mahlzeiten für die mehr als 100 Einsatzkräfte zu. Neben den eigenen Leuten verpflegte der ASB auch die Polizei und die Mitarbeitenden der Stadt Barsinghausen mit.

Auf dem Speiseplan standen unter anderem Burger mit Pommes, Currywurst – auf Wunsch auch vegan – sowie Chili con carne. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es Pfannkuchen und Waffeln. Dazu kamen immer wieder kleinere Snacks.

„Denn ohne Mampf kein Kampf“, sagt Sandra Greiner aus dem Küchenteam mit einem Augenzwinkern.

Mehr als 1000 ehrenamtliche Einsatzstunden

ASB-Vorstandsmitglied Dirk Meinberg nutzte die Gelegenheit, um allen Beteiligten ausdrücklich für ihren Einsatz zu danken. Mehr als 100 verschiedene Personen aus den Bereichen Sanitätsdienst, Technik, Verpflegung und Psychosoziale Notfallversorgung waren über das Stadtfest-Wochenende im Einsatz.

Gemeinsam kamen sie auf mehr als 1000 ehrenamtliche Einsatzstunden. „Es waren auch dieses Jahr über 100 verschiedene Personen aus den Bereichen Sanitätsdienst, Technik, Verpflegung und PSNV im Einsatz. Gemeinsam haben sie mehr als 1000 Einsatzstunden geleistet“, würdigte Meinberg das Engagement.

Sein Dank galt außerdem der Polizei, der Stadt Barsinghausen, den Veranstaltern der IG Stadtfest und nicht zuletzt dem feiernden Publikum. Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten habe wesentlich zum reibungslosen Ablauf beigetragen.

Erste Herausforderung schon vor dem Fest

Ganz ohne Herausforderungen blieb das Stadtfest allerdings nicht. Noch bevor die eigentliche Mega-Party begann, musste das ASB-Team beim Aufbau der Einsatzzentrale an der Glück-Auf-Halle eine erste Wetter-Hürde bewältigen.

Ein heftiger Platzregen ließ die Gullys überlaufen. Das Wasser staute sich und lief an der Glück-Auf-Halle über den Bordstein. Nach Rücksprache mit dem Baubetriebshof öffnete das Technikteam des ASB die Gullys, sodass das Regenwasser schließlich abfließen konnte.

Danach stand einem weitgehend ruhigen Stadtfest-Wochenende aus Sicht des ASB nichts mehr im Wege. Die Bilanz zeigt einmal mehr, wie wichtig das Zusammenspiel aus Sanitätsdienst, Technik, Verpflegung, Psychosozialer Notfallversorgung und dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Samariter für eine sichere Großveranstaltung ist.