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Tolles Erlebnis beim Ausflug der Tagespflege Polle

Tagesgäste geben dem neugeboren Kälbchen den Namen „Johanna“

Dieser Ausflug wird lange in Erinnerung bleiben: Tagesgäste und das Betreuerteam der ASB-Tagespflege „Villa schau ins Land“ in Polle haben jetzt eine Tour an die Weser im Nachbarort Heinsen unternommen – und dort die Geburt eines Kälbchens aus der Nähe miterlebt.

Aufmerksam bestaunte die Besuchergruppe, wie sich das Muttertier fürsorglich um den Nachwuchs kümmerte. Spontan beschlossen die Tagesgäste, dem wenige Minuten alten Kalb den Namen „Johanna“ zu geben.

Inspiriert ist diese Namensgebung von Tagesgast Johanna Decker, auf deren Anregung hin die Tagespflege überhaupt zum Ausflug nach Heinsen aufgebrochen ist. „Ich mag Kühe gerne, darum habe ich das vorgeschlagen“, sagt die 92-Jährige aus Bevern, die dort aus einer Bauernfamilie kommt und schon viele Kälbergeburten gesehen hat. „Für mich ist das nichts Außergewöhnliches, aber trotzdem etwas Schönes“, erklärt Johanna Decker.

Für die anderen Tagesgäste war es dagegen schon aufregend und ein besonderes Naturerlebnis, die Geburt eines Kälbchens als Augenzeugen zu beobachten. „Anfangs lag das Kalb einige Minuten lang regungslos auf der Wiese. Dann hat das Muttertier seinen Nachwuchs gründlich abgeleckt und mit der Schnauze angestupst. Tatsächlich ist das Kalb dann plötzlich aufgesprungen“, berichtet die 88-jährige Waltraud Sünnemann, die ebenso wie des Kälbchens Namensgeberin Johanna Decker aus Bevern kommt und regelmäßig die ASB-Tagespflege in Polle besucht.

Die Rinder und das Wiesengelände in Heinsen an der Weser gehören übrigens dem Bruder der kommissarischen Tagespflegeleiterin Insa-Marie Heise. Unterstützt wird die Rinderzucht dabei von den Eltern der Geschwister, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.  „Da hat sich ein Besuch für unsere Tagesgäste angeboten und mit diesem tollen Erlebnis dann auch gelohnt“, sagt die Leiterin. Weitere Besuche bei Paten-Kälbchen „Johanna“ sollen folgen...

Zuletzt gab es noch weitere tierische Begegnungen der Tagesgäste und des ASB-Personals, als an mehreren Tagen ein Reh mit seinen Kitzen aus dem Wald trat. Völlig ohne Scheu kamen die Tiere bis an die Haustür der Tagespflege heran. „Sie schienen sehr zutraulich zu sein. Rehe so nah zu sehen, das kommt nicht oft vor“, betont Waltraud Sünnemann.