„Fußball ist für unsere Bewohner sehr wichtig“
Wenn es um Fußball geht, sprechen alle eine gemeinsame Sprache – denn Fußball verbindet. Im ASB-Place of Shelter and Chance in Eschershausen spielt dieser Sport für viele Bewohner ebenfalls eine große Rolle.
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Dann kommen Fußballfans unterschiedlicher Herkunft zusammen, um ihrer sportlichen Leidenschaft nachzugehen – wie zum Beispiel Mohammad aus Syrien, Magomed aus Tschetschenien sowie Abdulselam und Ferhat aus der Türkei. Gemeinsam mit weiteren Männern aus dem Wohnheim für Geflüchtete haben sie vor wenigen Wochen die ersten Plätze beim Fußballturnier um den Integrationscup in Eschershausen belegt. Ihr großer Wunsch: Ein eigenes Team mit Spielern aus dem ASB-Place of Shelter & Chance auf die Beine stellen, um öfter gegen andere Mannschaften antreten zu können.
Sozialarbeiter Dr. Karem Zirak kennt und fördert die sportliche Leidenschaft vieler Geflüchteter im Wohnheim. „Fußball ist für unsere Bewohner sehr wichtig. Sie können sich in ihrer Freizeit treffen und gemeinsam etwas unternehmen. Das bringt Abwechslung und fördert den Zusammenhalt untereinander“, sagt Karem Zirak, der aus dem Irak stammt und dort selbst viele Jahre lang Fußball spielte.
Hinzu komme ein weiterer Aspekt: „Bei Spielen gegen andere Fußballmannschaften lernen unsere Bewohner neue Leute kennen. Das ist eine wichtige soziale Komponente. Und sie verbessern bei diesen Kontakten auch ihre deutschen Sprachkenntnisse“, betont der Sozialarbeiter.
Bei Mohammad, Magomed, Abdulselam und Ferhat rennt Dr. Karem Zirak mit seinen Bemühungen um Fußball-Angebote im ASB-Place of Shelter & Chance offene Türen ein. Sie alle haben früher bereits in ihren Herkunftsländern das Fußballspielen geliebt – oft schon als Kinder. „Wir können hier auf dem Gelände spielen oder auch die Sportanlagen des MTV ganz in der Nähe nutzen. Aber ich würde gerne noch mehr Fußball spielen, zum Beispiel mit einem eigenen ASB-Team gegen andere Mannschaften“, erklärt Mohammad, der vor 3 Jahren aus Syrien nach Deutschland kam.
Beim Turnier um den Integrationscup vor wenigen Wochen in der Halle des MTV Eschershausen haben die Kicker aus dem Wohnheim ihre sportlichen Fähigkeiten eindrucksvoll demonstriert – und die ersten beiden Plätze belegt. Um dauerhaft ein eigenes Team mit Spielern aus dem ASB-Place of Shelter & Chance auf die Beine zu stellen, fehlt es laut Dr. Karem Zirak derzeit noch an Personal. „Viele unserer Bewohner haben keine Zeit, weil sie täglich zur Arbeit müssen. Darum kommen wir momentan auf etwa 10 Leute, die regelmäßig mitmachen wollen“, berichtet Karem Zirak, der sich weiterhin um das Projekt einer eigenen ASB-Fußballmannschaft kümmern will. „Daran hätten wir großen Spaß. Ich vertraue Dir“, sagt Abdulselam mit einem Lächeln zum Fußball-Förderer.
Unterstützung signalisiert auch Isabelle Rohrbach, Leiterin des ASB-Place of Shelter & Chance in Eschershausen mit aktuell rund 75 Bewohnerinnen und Bewohnern aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen – darunter viele Frauen mit Kindern. „Sportliche Angebote haben hier bei uns eine hohe Bedeutung, sowohl beim Fußball als auch beim Tischtennis. Aber es ist für etliche Bewohner aus zeitlichen Gründen schwierig mit Angeboten, die auf eine Regelmäßigkeit ausgerichtet sind“, erläutert Isabelle Rohrbach.




